Alle grossen Detailhandelsketten haben eine. Manche schon sehr lange, andere erst seit kurzem. Einige haben sie freiwillig, andere wurden mehr oder weniger durch die Marktwirtschaft gezwungen, auch eine zu haben.
Billiglinien gibt es heutzutage überall. Warum ist das auf einmal möglich? Zum Einen wurde die Produktion automatisiert und somit kostengünstiger und das Verkehrsnetz ist mittlerweile so dicht, dass Hongkong praktisch eine Nachbarland wurde.
Zeit also, auch im Schärme eine Billiglinie einzuführen. Aber halt. Muss man nicht zuerst einmal etwas anbieten, um es billiger abgeben zu können? Wir bieten ja etwas an – und das für die Jugendlichen sogar in den meisten Fällen gratis. Was können wir da noch billiger machen?
Gar nichts. Ganz im Gegenteil. Ja, das JG Programm ist zum Teil recht aufwändig und einen Jugendarbeiter für diesen Bereich anzustellen auch nicht gerade billig. Trotzdem zahlen die Jugendlichen nichts und das soll auch so bleiben. Doch das Zentrale unserer Arbeit, Jesus und sein Geschenk an uns, können und wollen wir nicht billiger abgeben.
Er hat uns teuer erkauft, sein Leben war der Preis. Wie also begegnen wir der Mentalität, alles immer billiger machen und haben zu wollen? Auch bei vielen Christen beobachtet man, dass ihnen ihr Glaube nicht mehr sehr wertvoll ist. Für einen noch so kleinen, vermeintlichen Vorteil ist man bereit, ihn zu komprimitieren oder gar über Bord zu werfen.
So ist es an der Zeit für uns, dass wir, entgegen allen Strömen von Billiger ist Besser, anfangen, unseren Glauben wieder als das zu leben was er ist – das Kostbarste was wir haben. Und zugleich auch das Einzige, was uns niemand nehmen kann – ausser wir geben es freiwillig ab.
Mag sein, dass diese Ausgabe zu moralisierend für Sie ist. Aber warum haben so viele Menschen ein so verschobenes oder gar falsches Bild von einem Leben mit Jesus, wenn wir ihnen es nicht falsch gezeigt hätten?
Diese Tatsache zusammen mit dem aktuellen Zeitgeist machen es überhaupt erst so kompliziert und schwer, den Menschen Jesus näher zu bringen. Sogar das marktankurbelnde Streben nach Individualität zeigt seine Auswirkungen im Glauben. Jeder glaubt noch irgendwo an eine höhere Macht, die er selber hervorholen und wieder versorgen kann wie es einem gerade passt. Und weil wir uns mehr leisten können, wo alles so billig ist, haben wir gar kein Bedürfnis einen Gott hervorzuholen, der obendrein noch viel von mir fordert.
Denn Gott hat uns mit Jesus keine Billiglinie in den Himmel angeboten. Es ist ein Geschenk. Martin Göbel, der Pfarrer aus Payerne, hat in einer Predigt gesagt, dass uns Jesus geschenkt ist, der Weg aber seinen Preis hat. Und den muss man zu zahlen bereit sein –einen anderen Deal gibt es nicht!
Konkret heisst das für mich, dass mein Glaube sichtbar sein muss – nicht umsonst sollen die Menschen die Christen ab ihrer Liebe zueinander erkennen. Konkret heisst das auch, dass wenn mein Glaube mir das Kostbarste ist, ich ihn auch pflege. Tägliches Bibellesen und Beten sind da „nur“ das Fundament. Jesus hat versprochen, uns das Leben in all seiner Fülle zu geben (Joh 10, 10). Lassen wir uns in unserer Gottesbeziehung doch wieder neu inspirieren und unseren Glauben lebendig werden. Ein solcher Glaube ist kostbar – und nicht etwa billig!
Portugal 2006
DONNERSTAG:
Endlich ist es soweit, wir treten unseren alljährlichen Arbeitseinsatz in Portugal an. Der Funicar wartet bereits schon am Bahnhof von Yverdon auf die Teilnehmer die voller Erwartungen sind. Nach dem Halt in Yverdon geht es weiter nach Moudon um die Restlichen abzuholen. Als die 43-köpfige Mannschaft eingestiegen ist geht es auch schon Richtung Genf wo wir auch die Grenze passieren werden.
Die Nacht verläuft ziemlich ruhig und so könne wir den Film „George der aus dem Dschungel kam“ geniessen, und sich auf den nächsten Tag in Spanien freuen.
FREITAG:
Der Tag beginnt mit einem freundlichen „Guguuseli“ vom Chauffeur Beat, als wir in Barcelona angekommen sind. Unser erstes Ziel in dieser Stadt ist das erste gemeinsame Frühstück auf dem Montjuïc. Nach der Stärkung bekommt jeder ein Zettelchen wo ein Name von einem Teilnehmer oder Leiter draufsteht. An dieser Person kann man während der ganzen Reise wichteln, indem man ein kleines Geschenk kauft oder was zu liebe tut.
Und dann geht es in kleinen Gruppen los um die Stadt zu entdecken. Einige stürzen sich direkt zur Ramblas, eine der grössten Marktstrassen von Europa, andere machen eine Sightseeingtour und welche geniessen das Meer oder gehen auf shoppingtour.
Der ganze Tag ist ihnen zur Verfügung gestellt und am Abend stärken wir uns beim einem Chinesen „Confuzius“ der uns mit gutem Essen verwöhnt. Nun sind unsere Mägen voll und so kann es auch schon weiter Direktion Portugal gehen. Diese Nacht aber ist ein bisschen lauter, alle haben natürlich schöne Erlebnisse die sie unbedingt weitererzählen müssen.
SAMSTAG:
Jetzt suchen wir eine Tankstelle wo wir auch diesem Mal gemeinsam frühstücken können. Leider ist das Wetter nicht sehr zufrieden stellend, doch viele bleiben cool und amüsieren sich im frischen Regen. Und so dürfen wir uns von der Küche, die ihre Arbeit super machen, verwöhnen lassen. Diesen Halt nutzen wir natürlich auch aus indem wir uns frisch machen.
Um 14h00 kommen wir dann endlich am Ziel an: Olhão. Der Chauffeur Beat geht dann wieder in die Schweiz zurück und der Stefan bleibt mit uns in Portugal.
Das Wetter ist atemberaubend schön und die Crew der Quinta ist sehr zufrieden als sie uns sehen.
Jetzt geht es erst mal in die Zimmer wo wir dann auch die nächsten Nächte verbringen. Nach der Bekanntmachung der Räumlichkeiten wartet schon unser Mittagessen auf uns, das die Quinta Mannschaft liebevoll für uns zubereitet hat.
Jetzt, wo wir gestärkt sind, geht es hinter die Arbeit! Doch zu unserem Vergnügen, denn wir wollen die Fussball und Volleyball Felder auf Fordermann bringen.
Am Abend haben wir noch das volle Programm mit der Andacht und der Kleingruppe. Während dem Lager werden wir uns mit der Bergpredigt von Matthäus beschäftigen. Und danach geht es ins Bett, denn alle freuen sich einmal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Gute Nacht!
SONNTAG:
Ostern, Auferstehung Jesu! Das muss gefeiert werden, und so versammeln sich die ausgeruhten Gemüter vor der Quinta um die Frische des Morgens so richtig zu geniessen und natürlich Osternestchen zu suchen die im Park der Quinta versteckt wurden! Der Osterhase hat sich da was Schönes einfallen lassen. Nicht für jeder ist das Suchen sehr einfach, manche finden ihr Nest auf den ersten Blick und für einige ist da klettern angesagt…
Als alle Nestchen mit dem süssen Inhalt ihren Besitzer haben geht es an den Frühstücktisch wo auch die armen Schoggihasen und auch die Eier an die Reihe kommen. Nach dem ausgiebigen Zmorge hören wir eine Andacht über das Salz und Licht der Welt, und anschliessend geht es dann auch in die Kleingruppen wo das Thema noch gründlicher durchgenommen wird.
Gegen den späteren Morgen packen alle die Badesachen ein und cremen sich von Kopf bis Fuss mit Sonnencreme ein, denn das Meer wartet auf uns. Stefan fährt uns zu dem Südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes das „Cabo de Sao Vicente“. Der Anblick erzeugt viele Ahhhs und Ohhhs und so laufen auch die Kameras warm. Es gibt auch viel zu knipsen, schon alleine das Meer und die Klippen sowie der Leuchtturm der über 90 km erhellen kann.
Nach einer Stunde Aufenthalt geht es auch schon wieder weiter und wir können im Car die feinen Sandwichs geniessen die uns die Küche vorbereitet hat. Nach etlichen Kilometer treffen wir, geführt durch Gottes Hand, an dem gesuchten Strand an. Auch hier ist die Ambiente wundervoll und das Meer angenehm warm. Die Mutigen springen direkt ins Wasser und andere bevorzugen den Riffen entlang zu klettern, sich zu sonnen oder Volleyball sowie Freespee zu spielen.
Als wir eine längere Zeit am Strand verbracht haben geht es weiter, in unserem lieb gewonnenen Car, Richtung Quinta. Der freie Abend geniessen die viele mit Spielen, Karte schreiben, singen oder plaudern.
MONTAG:
Nach dem Zmorge das für unsere Stärkung sorgt, geht es auch schon los mit den Arbeiten. Jeder kann die Arbeit selber aussuchen so dass sie ihre Fähigkeiten dort einsetzen können wo man sie auch braucht. Es gibt viel zu tun. Am Volleyballfeld müssen Wasserleitungen gelegt werden, um das Feld die Bäume gestutzt und den Garten auf Vordermann gebracht werden. In dem alten Olivenölpressraum gibt es 2 riesige Löcher die mit Schutt ausgefüllt und dann zubetoniert werden müssen und die Mauer braucht auch mal wieder einen neuen Anstrich. Und zu guter Letzt, ist ein Holzzaun fällig. Als jeder seine Arbeit gefunden hatte, geht es auch schon los und alle haben sich fleissig erwiesen als wir das Resultat unseren Bemühungen am Abend sehen.
Nach der Dusche haben wir noch Andacht, dieses Mal über die Gebetserhöhung und nach dem Abendessen dass unsere Küche wieder wunderbar zubereitet hatte wird alles noch so richtig durchdiskutiert in den jeweiligen Kleingruppen.
Heute haben wir die Ehre dass José Emmanuel, der Hauptleiter der Christlichen Ostmission Portugal, zu uns kommt. Er erzählt uns ein bisschen über ACJ und zeigt uns Bilder über ihre Arbeit. Er bedankt sich auch rechtherzlich, weil sie froh sind über unseren Einsatz den wir in Portugal leisten. Das erspart ihnen sehr viel Zeit und Geld. José setzt uns noch in Gänsehaut mit seiner sanfter Stimme, und dann geht er schon nach Lissabon zurück. Und so geht auch dieser Tag zu ende. Und viele sind froh als sie in ihr Bett konnten.
DIENSTAG:
Dieser Tag beginnt mit Musik die die ausgeruhten Teilnehmer weckt und nach dem Zmorgen haben wir Kleingruppe, wo wir die Gesetze Gottes durchnehmen. Danach widmen sich alle wieder ihrer Arbeit, die auch sehr gut vorangeht.
Am Mittag wollen viele weiter schaffen, doch das ändert sich rasant als sie einen gut riechenden Duft aus der Küche in die Nase bekommen. Am Nachmittag geht alles normal weiter und nach dem Duschen und dem Abendessen, war Andacht angesagt. Nach der Andacht gibt es noch einen Aufruf, und es entscheiden sich 2 Personen für Jesus, Halleluja!!! Der Abend war dann zu unserer Verfügung gestellt.
MITTWOCH:
Mit schönem Wetter und voller Motivation geht es in den Morgen. Heute ist ein besonderer Tag, denn den Nachmittag haben wir frei, dank unserem Einsatz der vorherigen Tage. Am Morgen haben wir auch Andacht, es geht um das Fasten und Verzichten. Die Teilnehmer haben heute die Gelegenheit, die Zeit die sie normalerweise für das Essen investieren, Gott zu widmen. Viele machen mit, und so sind die Tische am Morgen, Mittag und Abend nur halb gefüllt.
Dann geht es los zum schaffen, alle sind motiviert ihre Arbeit bis am Mittag fertig zu haben. Zum Mittag gibt es sehr feine Spiessli. Und so ist der lang ersehnte Nachmittag endlich da! Einige habe die Idee zum Meer zu gehen und andere spielen Fussball, auf dem mehr oder weniger flache Feld. Viele nutzen auch das Volleyballfeld aus, und einige sonnen sich oder lesen.
Die Kleingruppe ist heute auch anders. Alle mussten eine Bibelstelle ohne Fehler abschreiben, so dass sie mit dem Text anvertraut waren. Und in der Kleingruppe lesen wir das Blatt nochmals durch um mögliche Fragen aufzuschreiben. Danach teilen wir uns in 2er Gruppen auf um über diese Frage nachzudenken und sie zu beantworten. Es war sehr interessant.
Das Nachtessen schmeckte auch super und dann gibt es noch Dessert. Dieser Abend ist ein lebendiger Abend, denn alle spielen Gesellschaftsspiele oder erzählen sich Geschichten oder spielen Fussball.
DONNERSTAG:
Heute geht die Arbeit wieder super vorwärts, und es gibt auch ein bisschen Zeit um Wasserschlachten durchzuführen und es lustig zu haben. Das war der letzter Abend unseres Lager, also musste das gefeiert werden. Jede Kleingruppe tritt in verschiedenen Spielen gegeneinander an um die meisten Punkten zu ergattern. Es gibt ruhige Spiele wie auch anstrengender Spiele. Die Küche macht auch dieses Mal ein Dessert, feine „Meloas“ von der Quinta.
FREITAG:
Heute ist der letzte Tag den wir in Portugal verbringen werden. Und von da auch die Motivation der Teilnehmer, doch nach dem Frühstück geben sie noch einmal alles um die Arbeiten fertig zu machen die sie angefangen haben. Einige machen auch die Sandwichs für die Reise.
Das Mittagessen wird und von der Quinta offeriert. Die Tische sind schön gedeckt und auf jedem Stuhl befindet sich ein kleines Präsent für jeder Teilnehmer: Eine Schildmütze mit dem ACJ-Logo. Auf den Tellern befindet sich aber noch ein kleines Couvert, doch nicht an jedem Platz, Wieso?? Ganz einfach die Quita Crew dachten dass die Frauen, Männerarbeit machen, und das wollten sie durch einen schönen Magnet belohnen!
Das Essen schmeckt köstlich und das Dessert ist erste Sahne. Unser Küchenteam kann dieses Essen auch richtig geniessen denn sie haben dieses Mal ja auch frei, und das haben sie wirklich verdient.
Unser Car ist auch schon geladen, letzte Arbeiten werden noch vorgenommen, wie die Zimmer putzen und die gefundenen Sachen den Besitzern zurückzugeben. Nach getaner Arbeit, versammelten wir uns vor der Quinta. Carlos und seine Mannschaft geben uns noch eine CD und Flyers über ihre Arbeit und bedanken sich. Dann geht es in den Car und los auf die Strasse. Das erste Ziel ist ein Supermarkt in Faro, denn Stefan musste noch den zweiten Chauffeur, Beat, am Flughafen abholen und während dieser Zeit kaufen wir noch Souvenirs und Wichtelgeschenke ein. Der Car fährt auf dem Parkplatz vor und wir steigen ein. Beat erzählt uns noch wie es in der Schweiz aussieht und was sich während dieser Zeit verändert hat. Im Car reden alle durcheinander und die Stimmung war einmalig angenehm. Und so geht es Richtung Spanien.
SAMSTAG:
Die Stunden Car vergehen wie im Fluge und so kommen wir schon in Spanien an, wir verpflegen uns wieder an einer Tankstelle bevor es weiter Richtung „Port Aventura“, einen Freizeitpark in Salou geht. Dort angekommen, werden auch schon die Gruppen gebildet die den ganzen Tag dann die Bahnen geniessen werden.
Die Hauptattraktion ist der Freier Fall. Von einem 100m langen Turm geht es mit 150 Sachen gegen die Erde und nach 86m kommt die Bahn ins bremsen. Aber auch die Achterbahn mit 8 Loopings ist nicht ohne. Gegen früheren Abend essen wir noch zusammen bevor es weiter Richtung Schweiz geht.
SONNTAG:
Heute kommen wir um 08h30 in Yverdon an, wo auch schon das Frühstück, das liebevoll von unseren Wichteln vorbereitet wurde, parat stand.
Nach dem essen und dem auflösen des Geheimnisses, wer ist mein Wichtel? Geht es für einige schon nach Hause und andere wiederum wollten noch nicht gehen und verbrachten den Tag noch in Yverdon und Umgebung.
Teamplay
Am 12. März 2006 fand in Payerne der diesjährige Stamicup statt. Mit einem Team aus Vallorbe und einem aus Yverdon war der Schärme recht stark vertreten und die insgesamt neuen Mannschaften aus der ganzen Region spielten mit grossem Eifer ihre Partien.
Leider lief es den Omas (Yverdon) nicht so gut, fiel doch bereits in der ersten Begegnung ein Spieler aus. Man fand den Rhythmus nicht, sprach sich nicht ab und ehe man sich versah hatte man in der ersten Vorrunde alle Spiele verloren.
Ganz anders lief es für den letzt jährigen Mitgewinner Vallorbe. Als Bauern verkleidet stürmten sie auf ihre Gegner zu und konnten sich in den meisten Spielen durchsetzten.
Doch es war eine kräftezerrende Vorrunde und so waren alle froh, als es Zeit für die Mittagspause war. Die Organisatoren hatten ganze Arbeit geleistet und so standen Hotdogs, Pommesfrites und andere leckere Dinge zu günstigen Preisen bereit.
Gestärkt und mehr oder weniger ausgeruht begaben sich die beiden Teams dann in die zweite Vorrunde. Die Pause und das Essen schienen Wunder gewirkt zu haben, konnten doch die Omas einen Sieg nach dem nächsten Feiern. Es entstand langsam ein Teamplay, man spielte zusammen, schaute auf seine Mitspieler und wagte sich mutig gegen das gegnerische Tor vor. Auch die Bauern konnten ihr Spiel weiterziehen und mussten sich in den beiden Vorrunden nur gerade zweimal geschlagen geben. So schafften sie als Zweitplatzierte den Einzug in das Halbfinale, wo sie gegen die Mannschaft der Pumukel antreten mussten, welche den Bauern in der Vorrunde ein Spiel abgeknöpft hatten. Doch die Bauern hatten den längeren Atem und konnten sich im Halbfinal für den grossen Final um Platz eins und zwei qualifizieren.
Die Omas hingegen schafften es auf Platz sechs und konnten sich so schon einen früheren Feierabend gönnen. Allerdings wurde damit nicht viel als sich herausstellte, dass die Vallorber Bauern im Finale standen und so wurde aus Leibeskräften angefeuert.
Im Finale standen sich dann die Bauern und Cowboys gegenüber. Diese Teams bestritten im letzten Jahr gemeinsam den Final und durften sich dieses Mal gegenseitig messen. Es war ein spannendes, schnelles und nicht gerade zimperliches Spiel welches den vielen Fans geboten wurde. Und nach offiziellen zwölf Minuten Spielzeit stand es für die Mannschaften aus Vallorbe und Payerne 1:1. Das Spiel ging in eine fünf Minuten lange Verlängerung, wobei das nächste Goal entscheidend war. Und noch bevor die erste Minute der Verlängerung um war, schoss ein Stürmer der Payerner Cowboys das Siegesgoal und verhalf seinem Team somit zum Turnier Sieg.
Der Stamicup zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass Fairplay und Verkleidung bewertet werden. In diesen beiden Kategorien konnten sowohl die Omas, wie auch die Landwirte nicht triumphieren. Die Fairplaywertung ging an die Vogelgrippen-Experten aus Montreux, die Verkleidungswertung konnten sich die Pumukels aus Lausanne sichern.
Nun werden wir also auch nächstes Jahr einen Stamicup in Payerne organisieren dürfen und hoffen natürlich, dass wir wieder in den vorderen Rängen dabei sein werden. Was uns die Spiele aber gezeigt haben ist, dass man nur als Team einen Sieg erringen kann. Nur wenn alle miteinander spielen, stimmt das Ergebnis und darf man sich ab einem Sieg freuen.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Helfer: Martin Portmann (Schiedsrichter), Martin Göbel und Helfer (Schiedsrichter, Gottesdienst), Familie Blaser und Helfer (Essen und Schlussreinigung), Fabienne Staub (Spielbüro), Sabrina Ritschard (Fotos).
Wunderbare Schneewelt
Gott ist genial! Für das Schneesportweekend im Februar hatten wir wie im vergangenen Jahr bei der Ligue ein Haus gemietet. Als wir dann am Donnerstag vor dem Wochenende angerufen haben, um die Schlüsselübergabe abzumachen der Schock – Das Haus wurde einer anderen Gruppe vermietet! Wir hatten per Telefon und Email das Haus für den 11. und 12. Februar reserviert und das Sekretariat wie auch wir hatten nicht bemerkt, dass auf dem Vertrag 11. und 12. März stand.
Da sassen wir also, zwei Tage vor dem Lageranfang ohne Haus und mit 50 Jugendlichen, die sich sehr auf dieses Wochenende freuten. Absagen kam da nicht in Frage. Also beteten wir und vertrauten auf Gott, dass er uns noch etwas bereit hält – menschlich gesehen ein Irrsinn, was uns auch die vielen Hausverwalter bestätigten, die wir noch anriefen. Auch das Sekretariat der Ligue versuchte es an allen Ecken, uns noch etwas aufzutreiben.
Dann schlussendlich die Erlösung. In Feutersoey konnten wir ein Haus übernehmen, dass eine andere Gruppe kaum ein Tag vorher abbestellt hatte. Was für eine Erleichterung. Nun konnten wir das Wochenende also wirklich durchführen – und es war ein echte Freude.
Am Samstag Morgen trafen wir uns also um den Weg unter die Räder zu nehmen. Um 09h00 erreichten wir unser Ziel in Rougemont und auch die anderen Jugendlichen der Gruppen aus Moudon, Montreux und Lausanne. Am Samstag und Sonntag kurvten wir also mit Ski, Snowboard oder Schlitten über den Berg oder machten es uns im Hallenbad gemütlich. Den Samstag Abend verbrachten wir als Gruppe mit einigen Spielen. Dass es dabei für einige wirklich spät wurde, merkte man ihnen am nächsten Morgen an den kleinen Augen an. Doch das wunderbare Frühstück machte alle wieder munter und nach einem Input und dem Hausputz ging es wieder auf die Pisten.
Müde und glücklich nahmen wir am Abend den Heimweg wieder unter die Räder und bald wurde es still im Bus und die Augen vielen den meisten zu. Weitere Fotos findet ihr in der Gallery
Berichtet wird
Jahresbericht des Präsidenten
Danket dem Herrn, den er ist freundlich (Psalm 106, 1)
Liebe Schärme- Vereins- Vorstands- und Kirchgemeindemitglieder
Das Jahr 2004 brachte dem Schärme viele Veränderungen, wie Leiterwechsel, Zusammenarbeit mit Payerne, Aufstockung der Stelle von 50 auf 75 %.
Das vergangene Jahr 2005 zeigte, dass diese Veränderungen sich bewährten, auch die Konzentration der Arbeit und Wohnung in der Rue Roger de Guimps 13. Matthias Liechti hat sich sehr eingesetzt, mit seinem Studium zusätzlich zur Arbeit im Schärme war er mehr als voll beschäftigt. Wir danken ihm und den freiwilligen Helfern und Helferinnen herzlich! Besonders Desirée, Cynthia, David und Beat haben sich sehr eingesetzt. Ebenfalls für geleistete Transportdienste von Kirchgemeindegliedern und der Arbeit des Vorstandes, besonders des Kassiers. Wie die Arbeit für Matthias und die Jugendgruppen aussieht, sagt er selbst in seinem Bericht.
Wir durften auch genügend finanzielle Mittel erhalten um unsere Verpflichtungen einzuhalten. Danken möchten wir der Kirchgemeinde für die Mitfinanzierung der Arbeit, ebenso den Spendern aus dem Ehemaligenkreis, den privaten Gönnern und dem Service communautaire Kirchgemeinden der EERV.
Zu Beginn des Jahres 2005 mussten wir unsern Bus zur Expertise bringen. Die Reparaturen, vor allem an der Karosserie, brachten uns an die Grenze des finanziell verantwortbaren. Beim nächsten Aufgebot zur kantonalen Prüfung werden wir uns überlegen, ob sich nochmals eine Reparatur lohnt oder wir uns nach einem andern Fahrzeug umsehen müssen.
Yverdon im Februar 2006, der Präsident – Christian Brand
Drunter und Drüber
So ging es uns in den letzten Monaten. Der geplante Einsatz über Ostern in Rumänien kann wegen logistischen Gründen nun doch nicht durchgeführt werden. So standen wir für eine Zeit recht ratlos in der Gegend herum. Aber unsere Freunde von der christlichen Ostmission liessen uns nicht hängen und so dürfen wir, nun bereits zum elften Mal, über Ostern in den Süden nach Portugal fahren.
Aber auch sonst lief es nicht so am Schnürchen. Als wir uns kurz vor dem Skiweekend in Rougemont bei der Hausverwaltung wegen der Schlüsselübergabe meldeten, sagten sie uns, dass sie uns für den März und nicht den Februar eingeschrieben hätten. Da hatten wir also über 50 Anmeldungen und kein Haus. Damaris, die Leiterin aus Moudon, setzte dann aber alle Hebel, oder besser gesagt Telefone in Bewegung, und konnte uns kurzfristig noch ein Haus in der Gegend organisieren. Warum diese Unterkunft noch leer stand wurde uns klar, als die Ersten das Haus betraten und noch Kühlschrank und diverse Pfannen von den Vorbenutzern reinigen mussten.
Aber schliesslich verbrachten wir ein wundervolles Wochenende in Rougemont und auch das erste Skiwochenende in Gstaad war ein Hit.
Ein Hit war auch der Stamicup 2006. Im letzten Jahr dominierte ja die zusammengewürfelte Mannschaft aus Vallorbe und Payerne. Und auch dieses Jahr schienen sich diese beiden Teams, diesmal einzeln angetreten, früh als Favoriten zu etablieren. Das bestätigte schlussendlich auch die Finalpaarung, welche aus eben diesen beiden Teams bestand. Payerne konnte den Sieg aber erst in der Verlängerung in einem Überzahlspiel wieder nach Hause bringen. So werden wir auch nächstes Jahr wieder in Payerne einen Stamicup veranstalten dürfen.
Und wenn man das Programm der Jugendgruppen so betrachtet, dann mindern die noch ausstehenden Abende unaufhaltsam. Aber wir wollen den Abschiedstränen noch keinen Raum geben und freuen uns besonders natürlich auf den Einsatz in Portugal. Zur Zeit haben wir den Car noch nicht ganz voll und sind froh um jede Werbung, damit wir vollbesetzt nach Olhao fahren dürfen. Bei Interesse kann man weitere Informationen im Schärmebüro verlangen.
Ja und dann forderte auch der Winter seinen Tribut und beim Abholen der JGler kam einer der Fahrer ins Schleudern und rutschte in einen Gartenzaun. Gott sei Dank passierte nichts schlimmes und gab es nur Materialschaden. Auch das Schärmebüssli blieb nicht verschont. Während der Fasnachtszeit wussten wohl einige Narren nichts besseres zu tun als Radio, Schneeketten und anderes Zeug aus dem Büssli zu klauen.
Und doch forwärts gehen
Nein, den Kopf lassen wir nicht hängen. Dazu haben wir zuviel Schönes erlebt und zuviel Hoffnung in unseren Herzen. Ups und Downs gehören beide zum Leben dazu. Als ich letzthin mit einer Kollegin redete meinte diese „Weil wir die Tiefen nicht ertragen, erleben wir auch die Höhen nicht.“ Ich weiss nicht, ob es ein Zitat ist, oder sie selber da drauf gekommen ist. Es sagt auf so einfache Weise aus, wie es vielen Menschen geht. Wir wollen nicht wahrhaben, dass zu einem Leben – auch, und gerade als Christ – auch Tiefen in Form von Versuchungen, Leid oder Herausforderungen dazu gehören. Hiob, ein Mann der Bibel der Leid und Freude kannte, sagte einmal, dass, wenn wir bereit sind das Gute von Gott anzunehmen, wir auch bereit sein müssen, dass Böse anzunehmen. (Hiob 2, 10).
Wir aber klagen Gott an wenn es uns schlecht geht. Wir meinen ein Recht auf ein sorgenfreies Leben zu haben. Aber wurde uns das irgendwo in der Bibel versprochen? Heisst es da nicht viel mehr, dass es ein schmaler, steiniger Weg sein wird (Mat 7, 14) und die Welt uns feindlich gesinnt sein wird (Joh 15, 18)? Düstere Aussichten, die uns da entgegengebracht werden. Eigentlich haben wir aber mit unserem Leben nichts besseres verdient als zu Leiden. Jeder ist Sünder, jeder hat unendliches Leid verdient. Joni Eareckson Tada schreibt in einem ihrer Bücher, dass uns die Tiefen des Lebens als Mahnung dienen sollen. Joni, die in ihren jungen Jahren einen Sportunfall hatte und seither Querschnittgelähmt ist, weiss was es heisst, zu leiden.
Wenn wir also nichts anderes als Leid verdient hätten, so scheint es umso erstaunlicher, dass Jesus uns den Weg zur unendlichen Freude aufgeschlossen hat. Er fordert uns auf, unser Leid und das Verhalten dieser Welt zu überwinden und vorwärts zu gehen (1Joh 5, 4f / Off 2-3). Und so wollen wir uns auch nicht von den Missgeschicke der letzten Monate entmutigen lassen. Für mich waren sie wirklich Ermahnungen die ganze Arbeit immer und immer wieder in die Hände Gottes zu legen und auf ihn zu vertrauen.
Vorwärts gehen auch die Jungen in ihren Leben. Es bleiben nicht mehr viele Woche im Welschen für sie übrig. Im Gegensatz zum letzten Jahr können die Meisten es aber kaum erwarten, endlich wieder ganz nach Hause gehen zu können. Bis es soweit ist bin ich gespannt, was wir noch alles zusammen erleben werden. Denn die Themenabende in der JG und auch die Vortragsreihe der Kirchgemeinde Yverdon mit Beat Abri (Janz Team) konfrontierten die Jugendlichen mit Gedanken und Tatsachen, die man nicht so einfach abschütteln kann.
Abschütteln lässt sich auch der Fakt nicht, dass einige der Jungen ihre Beziehung zu Jesus grundlegend erneuert haben. Ziel und Ansporn für die Arbeit ist und bleibt es, Jesus zu vermitteln. Oft ist es uns dabei nicht vergönnt, die Früchte unserer Arbeit zu sehen oder gar zu ernten. Doch Gott ist gütig und lässt uns immer wieder ein Stückchen davon sehen, was unser Einsatz für Veränderungen bei den Jugendlichen mit sich bringt. Das tut gut und lässt uns auch dort weiter arbeiten, wo keine Früchte zu sehen sind – und vielleicht niemals zu sehen sein werden. Ob der gestreute Samen aufgeht, darüber müssen wir zum Glück nicht entscheiden. Unser Auftrag ist es nicht, Wachstum zu produzieren. Wir dürfen einfach bei jedem in gleicher Intensität und Liebe dran bleiben und die Hoffnung für niemanden aufgeben.
So hoffe ich auch persönlich, dass es euch allen gut geht und ihr „dran bleibt“. Es gibt keinen Ort auf dieser Welt wo man sich so geborgen und akzeptiert fühlt wie in den Armen des allerhöchsten Gottes. Traurig zu sehen, dass einige sich dagegen sträuben. Gottes Segen!
Terminkalender
Portugallager 13. – 23. April 2006 (auch für Ehemalige)
Portugalnachtreff 7. Mai 2006 in Yverdon
Abschlussgottesdienst 2. Juli 2006 in Payerne
Aarefahrt 8. Juli 2006 (prov. – auch für Ehemalige)
Und los geht’s Ab 14. August 2006
Ehemaligentreff 1. Oktober 2006 in Yverdon (prov.)
Leben am Limit
So heisst es auf dem Programm für das nächste Semester im Schärme. Ist so ein Titel in einer Zeit wo viele am Limit sind überhaupt angebracht? Und dann noch von einer christlichen Jugendgruppe?
Nun, wir Menschen mögen es in den meisten Fällen, wenn wir die Dinge um uns herum kontrollieren können. In der Wirtschaft hört man vom kalkulierbaren Risiko. Extremsportler fordern ihr Glück immer wieder aufs Neue heraus wenn sie versuchen, ihre Limiten noch ein bisschen weiter ins Unmögliche zu drücken. Auch was sich zum Teil in der Modewelt abzeichnet ist alles andere als in einem gesunden Rahmen. Man sucht überall das Extrem, vielleicht weil man nicht in der Masse untergehen will sondern sich zu profilieren versucht. Doch alles nur soweit, wie man es kontrollieren kann.
Gerät dann doch mal etwas ausser Kontrolle, werden Fehler gesucht und Schuldige genannt. Man versucht Positives aus der Misere zu ziehen oder setzt alle Hebel in Bewegung, um das Ganze zu vertuschen. Das Leben am Limit scheint gefährlich zu sein und fordert immer wieder seine Opfer.
Mein Ziel – und Ziel eines jeden Christen – sollte aber sein, dieses Leben am Limit zu verlassen. Doch nicht etwa in Richtung Sicherheit. Einer der Lehrer an der Jüngerschaftsschule in Victoria Kanada wo ich 2003 war meinte: „Wenn du als Mensch dich an den Abgrund hervorgewagt hast, dann ist es als Christ deine Pflicht, einen Schritt weiter zu gehen!“. Ein sehr gewagter Satz und doch so richtig.
Unsere Limiten sind so schnell erreicht und die Aufgabe, alle Nationen zu Jüngern zu machen, werden wir mit unseren menschlichen Ressourcen nie erfüllen können. Natürlich sollen wir einsetzten, was wir einzusetzen haben. Sei das für diesen göttlichen Auftrag oder sei das für unser Leben. Aber weder unser Leben, noch der göttliche Auftrag kann erfüllt werden, respektive wirklich von Frucht sein, wenn wir nur auf uns selbst zurückgreifen können. Erst wenn wir einen Schritt weiter gehen haben wir die Möglichkeit zu sein, wer wir sein sollen. Ja, wir begeben uns damit in unbekanntes Terrain, wir verlassen, was wir gewohnt sind und wir begeben uns in völlige Abhängigkeit zu unserem Gott. Doch schreit danach nicht jedes Herz?
Als Jesus zum Beispiel seine Jünger aussuchte, da stellte er sie vor die ultimative Herausforderung. Verlasse was du kennst, kannst und hast, und dann folge mir nach. Das waren zum Teil Menschen, die viele Abenteuer bestanden haben – und doch mussten sie alle Sicherheiten zurück lassen, mussten neu lernen, wer sie sind, was ihre Aufgabe ist und wie sie diese erfüllen können. Und dennoch haben sie diesen Schritt gewagt.
Es bedarf also einer grosse Portion Mut, sich dieser Sache anzuschliessen und den Schritt über die eigenen Limiten hinaus zu wagen. Das sich diese Sache aber lohnt, können wir in den Zeugnissen von unzähligen Menschen, die den Schritt gemacht haben, nachlesen. Es sind Menschen, die Geschichte geschrieben haben. Zum grossen Teil sind es Unbekannte, aber jeder einzelne ist so wichtig wie die Erde für die Saat. John Eldredge schreibt in seinem Buch ‚Der ungezähmte Mann’ davon, dass sich jeder nach einem Abenteuer sehnt. Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Menschen beinahe übermenschliche Herausforderungen wie Marathonläufe oder Bergbesteigungen suchen. Doch genau diese Triebfeder ist es, welche die Jünger dazu veranlasst hat, ihre Umgebung und Gewohnheiten zu verlassen und Jesus zu folgen.
Wir wollen mit dem Schärme dieses Halbjahr die persönlichen Grenzen etwas kennen lernen und Möglichkeit bieten, sich für dieses Abenteuer hinter der eigenen Limite zu entschliessen. Dabei zählt jedes Gebet, jeder Gedanke und jede Gabe. Danke an alle, die mit uns unterwegs sind.
Prioritäten
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. (Matthäus 6, 33)
Eine ziemlich gewagte Aussage, die wir da im ersten Buch des Neuen Testamentes lesen. Vielleicht kurz zum Wort ‚Trachten’. Was ist damit gemeint? Laut Lexikon will es soviel ausdrücken wie etwas versuchen oder streben etwas zu tun. Es kann aber auch heissen, dass man etwas wirklich will, es begehrt. Also ein ziemlich starker Ausdruck.
Unser Leben wird gesteuert von Prioritäten oder auch Vorsätzen. Letztere sind gerade zur Jahreswende wieder aktuell, nur halten sie selten länger als ein paar Wochen. Prioritäten hingegen sind Richtlinien, die sich aus unserem Leben heraus kristallisieren. Sie wachsen mit uns und dienen uns zur Orientierung. Doch auch Prioritäten lassen sich verschieben und neu setzen. Und nun werden wir aufgefordert, genau das zu tun! Egal was du persönlich für wichtig erachtest, setzte vor alles andere das Verlangen nach Gott und seiner Gerechtigkeit!
Leider sind wir Menschen generell etwas träge wenn es darum geht, uns zu verändern und alte Gewohnheiten hinter uns zu lassen. Und auch mit dem erwähnten Prioritätenwechsel werden sich die Meisten eher schwer tun, wenn sie es ernst meinen. Was uns häufig hilft einen solchen Schritt überhaupt erst zu wagen, sind daraus resultierende Profite. Ja, so ist er, der Mensch, macht kaum etwas umsonst. Und weil Gott das weiss, hat er uns auch gleich gesagt, was die effektive Konsequenz einer solchen Prägung ist. Es heisst, dass und das alles zufallen wird. Um nun zu wissen, was mit ‚das’ alles gemeint ist, müsst ihr schon eure Bibel hervor suchen. Kleiner Tipp, es steht zusammengefasst in Matthäus 6, 31. Es lohnt sich!
Mein kleines Schärmetagebuch
Angefangen hat dieses Schärmejahr für mich ja etwas holprig. Denn nach der ersten Woche musste ich schon wieder weg, um meinen Militärdienst zu leisten. So verpasste ich die Zeit wo man sich kennen lernte und zu einer Gruppe zusammen wuchs. Aber alles hat bekanntlich auch seine gute Seite und so konnten Désirée und Cynthia, meine neuen Mitleiterinnen, sich austoben. Um die beiden bin ich sowieso sehr froh. Vielleicht kriege ich sie noch dazu, sich in einem der nächsten Freundesbriefe vorzustellen. Viele kennen sie ja, sind sie doch schon seit einigen Jahren als Teilnehmer bei den Gruppen mit von der Partie gewesen. Super ist natürlich auch, dass beide wohl diesen Frühling ihre Autoprüfung ablegen werden und somit das ganze Abholen auch wieder etwas vereinfacht werden kann.
Aber zurück zum Schärme. Einer der ersten Abende wo ich wieder dabei war hatten wir eine Pizzaparty. Lecker war’s und es kamen super viele Leute. Die Grössen der Gruppen sind ähnlich wie im letzten Jahr. Die Identitäten jedoch ganz andere. Das hat mich zu Beginn recht viel Zeit gebraucht um wirklich neu anzufangen. Mittlerweilen haben wir es aber wirklich gut zusammen und die ersten persönlicheren Gespräche gingen bereits über die Bühne.
Auf der Bühne standen wir auch sonst recht viel. Zum einen nahmen wir im Herbst wieder einmal am Marktverkauf der Kirchgemeinde teil. Neben einigen gebastelten Sachen hatten wir feine Pralinen und eine Mohrenkopfschleuder mit am Start. Diese erwies sich als recht heimtückisch und so kriegten einige der Ballwerfer den Mohrenkopf eben an den Kopf.
Weiter ging unsere Bühnenaktivität mit einer Tanzaufführung am Familienabend der Kirchgemeinde. Einige Wochen zuvor kam uns jemand eine Choreographie beibringen und einige der Jugendlichen erklärten sich spontan bereit, diese eben den Leuten vorzutanzen. Es war ein lustiges aus dem Takt fallen und sich wieder in der Choreo finden. Leider versagte die Videokamera, so dass ich euch leider nichts davon zeigen kann – vielleicht ja auch besser so J.
Doch mit alledem war es noch nicht genug. Für die Weihnachtsfeiern der Gemeinde studierten wir ein kleines Theater ein und führten es an drei verschiedenen Orten auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem verständlichen Sprechen steigerten wir uns bei jeder Aufführung und durften so den Gottesdienstbesuchern eine Freude bereiten. Davon gibt es ein Video, aber das muss wohl bis zum nächsten Nachtreff warten.
Da könnte man ja meinen, der Schärme gehe nur noch auf die Bühne. Dem ist natürlich nicht so und wir hatten viele lustige, informative und spannende Abende. Einige Highlights waren sicher der Besuch eines australischen Missionars, der Filmabend mit dem Film ‚The Climb’ und schon erwähnte Pizzaparty und Tanzabend. Mitte Oktober gingen wir auch noch in ein Wochenendlager nach St. Cergue oberhalb Nyon und hatten eine super Zeit mit einer Hochseilbrücke und einem Nachtspiel nachdem wir noch nur mit Kompass und Azimut ausgestattet nach Hause finden mussten – kamen da eigentlich alle an?
Persönlich Freude bereitet hat mir natürlich auch das Ehemaligentreff. Es war schön, dieses Mal auch wirklich einige der Menschen zu kennen und nicht nur auf Fotos gesehen zu haben. So freue ich mich schon auf das nächste Mal und hoffe, dann noch mehr zu kennen.
Aussicht
Im 2006 erwarten uns aber auch einige Zückerchen. So geht es gleich los mit den beiden Skiweekends in Gstaad Mitte Januar und Rougemont Mitte Februar. Diesen folgt der Stamicup am 12. März 2006 in Payerne wo ihr alle herzlich zu eingeladen seit. Es gibt günstige Verpflegungsmöglichkeiten und das Team aus Vallorbe-Payerne braucht alle Unterstützung um den Cup wieder zu holen. Oder kriegt ihn dieses Jahr Yverdon wieder?
Nach dem Stamicup laufen dann die letzten Vorbereitungen für unseren Arbeitseinsatz an. Die letzten Jahre ging es ja nach Portugal und dieses Jahr werden wir die Segel nun definitiv Richtung Rumänien setzten. Wenn es noch Plätze frei hat, dürfen auch ehemalige Schärmegänger und Zugewandte mit von der Partie sein. Wir reisen am 6. April ab und sind am 16. zurück. Nehmt doch bitte mit mir Kontakt auf, falls ihr euch auf die Warteliste eintragen wollt.
Flüssige Mittel
Wieder einmal ein volles Programm für den Schärme was neben viel Zeit zur Vorbereitung auch einiges an Finanzen benötigt. Um diese zu sichern standen wir in Abklärung um ein eventuelles Sponsoring durch das Bundesamt für Kultur. Dort erfüllen wir leider eines der benötigten Kriterien nicht (Arbeit in mehreren Kantonen) und so sind wir nach wie vor auf eure Spenden angewiesen. Beiliegend findet ihr einen Einzahlungsschein um den Schärme neben Gedanken und Gebeten auch mit Taten zu unterstützen. Schon im Voraus ein herzliches Dankeschön im Namen der diesjährigen Gruppe an alle, die etwas geben können und wollen.
Schlusspunkt
Angefangen hat dieser Freundesbrief mit der Aufforderung, seine Prioritäten neu auszurichten. Dieser Herausforderung sehe ich mich auch immer wieder neu im Schärme und auch in der Schule gestellt. Überall wird von einem gefordert und es ist ein leichtes, die Perspektive auf Gottes Reich und seine Gerechtigkeit zu verlieren. Ich muss mir immer wieder neu vergegenwärtigen, dass ich einzig und alleine Gott zu gefallen habe. Das scheint etwas komplex zu sein. Doch wenn ich es mir so überlege, dann ist es doch eine gute Sache dem zu vertrauen, der für mich gestorben ist. Er war bereit, meine Strafe zu tragen – und er ist auch bereit, sie für dich zu tragen. Nach ihm soll ich mich sehnen, mich nach ihm ausstrecken. Dann wird mir zufallen, was ich wirklich brauche. Wir müssen nicht in eine Überaktivität verfallen – weder geistig, noch wirtschaftlich. Wir können mit unseren Taten nie erreichen, was Jesus uns geben will – seine Gnade gibt es nur umsonst.
Strecke ich mich also aus nach diesem Reich? Ja, denn wenn immer ich es aus ganzem Herzen tue sehe ich, was ich anpacken soll und was nicht. Seinen Fokus völlig auf Jesus zu richten bringt mit sich, dass auf einmal klar wird, was wir mit unserer beschränkten und darum so kostbaren Zeit tun sollen.
Gottes Segen euch allen! Matthias
Terminkalender
Stamicup 2006 12.03.2006 Payerne
Rumäniennachtreff 2006: 07.05.2006 Moudon (provisorisch)
Ehemaligentreff 2006: 01.10.2006 Yverdon (provisorisch)
Fahrzeuginspektion und Co
Jeder kennt sie, die in regelmässigen Abständen wiederkehrenden Inspektionen und Prüfungen. Und da ich seit kurzem auch Besitzer eines mobilen Untersatzes bin, hiess es auch für mich zur Fahrzeuginspektion zu gehen. Zugegeben, etwas mulmig war mir schon, denn wenn der Inspektor da technische Fragen auf französisch auf mich abfeuert, fehlt mir doch der entsprechende Wortschatz. Doch die Angst war unbegründet und mein Motorrad ging anstandslos durch die Prüfung. So hat man es doch gerne.
Mit dem Schärmebüssli letztes Jahr war das ja nicht unbedingt der Fall. Wir wussten, das einiges zu tun war, um den Kriterien der Strassenverkehrsordnung zu entsprechen, also gingen wir vor der Prüfung in die Garage. Unsere Annahmen erwiesen sich als korrekt und die Instandstellung wurde ziemlich teuer. Doch nach dieser intensiven Kur wo geschweisst, geschraubt und geflickt wurde, erfüllte unser Bus die Anforderungen und wurde wieder auf die Strassen gelassen.
Ja und manchmal ist mit der Fahrzeuginspektion dann auch Schluss mit herumfahren. Der Aufwand zur Instandsetzung würde sich nicht mehr lohnen, das Fahrzeug hat seinen Dienst geleistet und wird nun entweder ins Ausland verkauft, verschrottet oder gegen ein neues Fahrzeug in Anzahlung gegeben.
Doch nicht nur mit Fahrzeugen veranstalten wir solche Inspektionsrituale. Im Militär zum Beispiel gab es immer wieder sogenannte Fit-Checks. Da mussten wir beweisen, ob wir nun körperlich leistungsfähig waren. Oder auch die kürzlich eingeführten Fahrprüfungen für Autofahrer ab 70. Überall müssen wir unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Es genügt heute nicht mehr einfach zu sein, heute muss man leisten können.
Vielleicht wirkt dieser Vergleich etwas holperig. Aber würden wir bei einer Glaubensinspektion bestehen oder durchfallen? Müssten wir gross investieren, um den Anforderungen zu entsprechen? Und welche Anforderung gibt es überhaupt? Müssen wir auch im Glauben etwas leisten können, um zu bestehen? Solche und ähnliche Fragen werden auch durch die Berufswelt gefördert. Immer mehr muss man für eine neue Stelle harte Auswahlkriterien erfüllen oder gar mehrere Prüfungen bestehen. Ob wohl Gott seine Kriterien auch immer nach oben hin korrigiert?
Gott sei Dank wissen wir, dass er immer der Selbe ist – gestern, heute und in alle Ewigkeit. Er ist konstant und so kennen wir auch das Kriterium: „Keiner kommt zum Vater denn durch mich!“ sagt Jesus in Johannes 14, 6. Doch möchte ich nicht sagen, dass wir ohne Inspektionen auskommen. Es ist etwas reinigendes daran, wenn man jemand anderes in sein Glaubensleben blicken lässt und nichts versteckt. Nehmen wir doch den Jahreswechsel als eine solche Gelegenheit wahr und prüfen wir uns gegenseitig.
Die Schärme-Prüfung
Der Jahreswechsel bringt im Schärme einiges Neues und viel Spannendes mit sich. So werden wir Mitte Januar gemeinsam ein Wochenende in den Bergen verbringen. Mit der Jungschar aus Payerne werden wir Ende Januar ebenfalls in die Berge gehen und gemeinsam mit zwei anderen Jungscharen aus dem Baselbiet mit den Schlitten die Kandersteger Abfahrten unter die Kufen nehmen.
Aber auch während den regulären JG-Abenden haben wir ein buntes Programm für die Jungen parat. Was das Jahr 2006 mit sich bringen wird, dass werden wir alle gemeinsam entdecken. Und bestimmt treffen wir dabei auch auf die einte oder andere Inspektion. Na dann, viel Spass!
Die Sache mit der Ruh
Wenn man in diesen Tagen durch die Natur schweift, fällt einem wohl noch das eine oder andere Blatt auf den Kopf und unter den Füssen raschelt das bereits gefallene Laub. Die Bäume haben ihre Säfte aus den Ästen gezogen und bereiten sich so auf die kühle Jahreszeit vor. Für sie ist es eine Prüfung, eine harte Zeit, und nur ohne Laub können sie das Gewicht des Schnees ertragen und der Kälte trotzen.
Früher war der Winter auch für den Menschen eine Prüfung – und in einigen Regionen unserer Erde ist das auch heute noch so. Die Kälte machte es dem Organismus schwer zu funktionieren und nur wer im vergangenem Jahr hart gearbeitet hatte, konnte sich und seine Familie ernähren. Und dennoch war der Winter die Zeit des Ruhens. Nicht nur für die Natur, sondern auch für den Menschen. So musste nicht von früh bis spät auf dem Feld gearbeitet werden, nein, man konnte vom Lohn seiner Arbeit leben und das Sein in der Familie und für sich selbst geniessen.
Dieser Rhythmus ist uns leider etwas verloren gegangen. Musse ist ein Wort, welches nur den wenigsten noch geläufig ist. Denn auch im Winter pulsiert unser Leben und man will auf keinen Fall etwas verpassen.
Während meiner Schulzeit war ich immer sehr begeistert von den ganzen naturwissenschaftlichen Fächern und so wollte ich für einige Zeit unbedingt Bioniker werden. Da beobachtet und analysiert man Vorgänge oder Strukturen in der Natur und versucht sie für den Menschen zugänglich zu machen. Zur Zeit beschäftigen sich diese Wissenschaftler zum Beispiel mit dem Flug der Libelle oder der architektonischen Struktur von Grashalmen. Sehr spannende und gleichzeitig auch komplexe Zusammenhänge und Modelle, welche dem Menschen einen grossen Nutzen bringen werden, sobald man sie verfügbar gemacht haben wird. Und vielleicht betätige ich mich jetzt auch gerade als Bioniker, wenn ich mir wünschte, dass mehr Menschen diesen natürlichen Rhythmus wieder übernehmen würden. Gerade die Zeit des Advents lädt doch dazu ein, inne zu halten und still zu werden.
Wir haben uns letzthin im Schärme mal die Zeit genommen, nur eine einzige Minute einmal einfach still zu sein. Zuvor verbrachten wir auch eine Minute ohne Reden, hörten dazu aber Musik. Die Rückmeldung war einstimmig – ruhig sein ohne Musik ist eine komische Sache, man fühlt sich fehl am Platz und weiss nicht so recht, was man anfangen soll.
So haben gerade wir Jungen es nicht so dicke mit der Stille. Wir mögen es vibrierend und lebhaft, doch mit stillem Reflektieren können wir nicht sehr viel anfangen. Und vielleicht ist das auch ganz in Ordnung so. Es darf leben – schliesslich kam Jesus auf die Welt, um uns genau das zu geben – Leben, und das im Überfluss (Joh 10, 10). Aber um wirklich leben zu können, brauchen wir Momente der Ruhe.
Ein Mensch, der dauern nur Vollgas gibt, wird daran zu Grunde gehen. Erst das Bewusst machen von seinem eigenen Leben ermöglicht es, sein Leben voll auszureizen. Und die wenige Zeit, die wir auf Erden haben, möchten wir doch alle bis ins äusserste auskosten. Luther meinte einmal, dass wenn er besonders viel zu tun hatte, er sich doppelt soviel Zeit für die Stille nahm. Zeit ist auch heute noch das einzige Gut, dem wir auf keine Weise etwas hinzufügen können. Einstein meinte zwar, auch sie sei relativ, doch auch er starb und konnte seinem Leben keinen Augenblick anhängen. Und darum, ob alt oder jung, besinne dich. Nimmt dir Momente aus deinem hektischen Leben und verwandle sie in Inseln der Ruhe. Du wirst überrascht sein, was dabei alles entstehen kann! Schöne Weihnachten und Gottes Segen.
Glaubenswerk
Ich sitze in der Studierstube am IGW in Burgdorf und versuche, mir die Endungen der griechischen Deklination einzuprägen. Mein Blick fällt auf die Bibel und als ich sie zur Hand nehme und aufschlage sticht mir der Vers aus Offenbarung 3, 1-2 ins Auge:
Ich weiss deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebest, und bist doch tot. Werde wach […] denn ich habe deine Werke nicht als völlig erfunden vor meinem Gott.
Härter hätte mich in diesem Moment wohl kein anderer Vers aus der Bibel treffen können. Ich habe mich über die Sommerpause mit dem Leben und Tun von C.H. Spurgeon – dem Löwe unter den Predigern – befasst. Eine von Spurgeons Hauptaussagen ist, dass Glaube ohne Werke tot ist, nichtig, ungültig. Und auch bei Jakobus finden wir eine solche Aussage im zweiten Kapitel seines Briefes.
So brachte dieser Sommer die Frage an mich, wo sind die Werke meines Glaubens? Wo die Berge die ich versetzt habe? Eine persönliche Frage die sich jeder immer wieder stellen sollte. Ich habe sie für mich nicht beantworten können – und werde dies wohl mein Leben lang auch nicht fähig sein.
Was mir aber wichtig geworden ist, möchte ich euch mitteilen. Das Wort Glaubenswerk besteht wieder aus zwei Substantiven. Glauben und Werk – in dieser Reihenfolge. Wir sollen nicht etwas bewirken, an das wir schlussendlich glauben können. Es ist nicht unser Werk, das den Glauben schürt. Es ist allein Gottes Tun durch uns, was uns glauben lässt, dass er grosse Dinge tun kann. Unsere Werke sollen dem Glauben folgen, sollen Zeugen sein und dürfen uns ermutigen. Doch kann niemand allein durch sein Tun gerettet werden. Die Werksgerechtigkeit ist bei Gott nicht gerecht. Sie ist gerade zu ungenügend weil wir uns selbst durch unsere Werke zu erhöhn versuchen. Doch ist ein Glaube ohne bezeugende Werke auch tot, nichtig, ungültig. Die Beiden gehen Hand in Hand, der Glaube der führt, die Werke die folgen. Lasse ich in meinem Leben dem was ich glaube auch Taten folgen? Und zwar konsequent, nicht nur wenn es andere auch bezeugen können?
Zu gerne tun wir doch etwas Gutes, wenn es jemand sieht oder erfahren könnte um uns danach auf die Schultern zu klopfen. Ein jeder geniesst es, gelobt zu werden. Ein Lob ist Balsam für unser Selbstwert. Doch in der Ewigkeit werden wir unsere Werke nicht vor Menschen verantworten müssen, sondern vor Gott. Und er sieht und weiss alles – egal wo wir etwas tun oder wo wir etwas unterlassen.
Mein Glaubenswerk muss nicht gross sein – euch nicht bekannt sein, damit ich etwas davon habe. Aber es muss existieren, sonst ist mein Glaube tot.
Dieses Jahr ist der November für den Schärme ein sehr aktiver Monat. Wir haben viel auf dem Programm und zusätzliche Anlässe ausserhalb des normalen Betriebes. Doch ist das kein Glaubenswerk! Aktivität macht kein Glaubenswerk wett. Wir können uns noch so sehr in eine Sache hineinknien, schlussendlich zählt die Motivation. So muss ein Glaubenswerk auch überhaupt nicht sichtbar sein. Es kann fühlbar, erfahrbar und existent sein, ohne physische Gestalt annehmen zu müssen.
Jesus sagt, dass wir grössere Dinge zu tun vermögen als er auf der Welt getan hat (Joh 14, 12). Wo ist mein Glaube, dass das möglich ist? Es geht mir nicht um Wunder – auch wenn solche die natürliche Folge eines lebendigen Glaubens sind. Es geht mir darum, dass ich ein Glaube will, der lebt, atmet und fühlt. Etwas weg vom Kopf und hin zum Herzen. Dazu sind wir alleine nicht fähig. Doch unser Beistand, der Heilige Geist hat die Möglichkeiten dazu. Mein Wunsch ist aufzuwachen, an Gott zu glauben, meinem Glauben Werke folgen zu lassen und zu erkennen, dass Gott grosse Dinge tun kann – auch und sogar durch mich.
