Juni 2026

Springen, loslassen und fliegen

Schon seit der Italienreise sind die Emotionen bei den Jugendlichen sehr durchmischt. Die Prüfungen rücken näher, das Welschlandjahr neigt sich dem Ende zu, die JG hört bald auf, der Start der Lehre kommt immer näher, … Der Stresspegel steigt in Bezug auf das alles und die Jugendlichen wissen, dass sie irgendwann springen müssen. Ein Sprung in die Prüfungen, ein Sprung vom Welschen her zurück in die Deutschschweiz und ein Sprung in all die neuen Abenteuer, die sie dort angehen werden.

Auch wir Leiter bereiten uns schon langsam darauf vor loszulassen… und hoffen ihnen aus der Distanz doch immer wieder beim Fliegen zuschauen zu dürfen. Wir haben Grund zur Freude über alles Erlebte, über jeden Samen, der gesät wurde, jedes positive Feedback der Jugendlichen, … und doch vibriert das Herz bei dem Gedanken loszulassen.

Wir beten für diesen ganzen Prozess, dass wir ihnen in der verbleibenden Zeit noch das Richtige mitgeben dürfen und vor allem, dass jeder einzelne, zurück in der Deutschschweiz, wertvolle Kontakte knüpfen und, dass die Saat weiter gedeihen und wachsen darf!

Ganz herzlichen Dank für alle eure Gebete und Mittragen!

Annika

Mai 2026

Auf Reisen: über Ostern nach Italien sowie im Leben unterwegs…

Über Ostern durften wir mit den drei Jugendgruppen – JG-Welsch genannt – nach Süditalien, Kalabrien reisen. Dürfen ist in diesem Falle das richtige Wort, denn die Organisation vor der Reise war schon gehäuft mit Widerständen und Herausforderungen. Gott hat es gewollt und durchgebracht – wir durften fahren und er wusste schon genau was er alles vorhatte.

Am Donnerstagabend, 02. April durften wir dankbar mit 31 Personen in Richtung Kalabrien starten! Die eigentliche Reise konnte endlich starten! Eine ganze Nacht und einen ganzen Tag waren wir mit einem grossen Reisebus unterwegs und sind am späten Nachmittag mit gefühlt flachgedrückten Hintern im Centro Emmaus angekommen.

Unser Wochenthema war «Unfertig». Wir als Menschen sind unfertig. Wir sind nicht kaputt, sondern einfach unfertig. Unser Weg der Heiligung ist unfertig. Unsere Gottesvorstellung ist unfertig. Unsere Beziehung zu Gott ist unfertig. Die Spannungen in uns sind unfertig und unsere Reise ist ebenfalls unfertig. Zu diesem Thema durften wir täglich Andachten hören und in den Kleingruppen dann weiter vertiefen. Wir hatten eine gute Gemeinschaft, tiefe Gespräche und eine von Gott behütete Zeit!

Genauso unfertig wie unser Wochenthema war auch das Centro Emmaus, in dem das ganze letzte Jahr grosse Renovationsarbeiten durchgeführt wurden. Als wir ankamen war das ganze Haus noch gefüllt mit Bauarbeitern, überall Staub, die einen Räume unfertiger als die anderen, manche komplett in Renovationsarbeiten, andere zugestellt mit Möbeln und Sachen. Alles noch eine komplette Baustelle. Nur unter Zeitdruck haben sie vor unserer Ankunft unsere schönen und gemütlichen Zimmer noch rechtzeitig vorbereiten können. Glücklicherweise kam das warme Wasser zwei Tage später auch noch dazu. 😉

So ging es nach einer erholenden Nacht dann ans Werk: wir durften putzen, Schränke ausräumen, abbauen, wieder an dem geplanten Platz aufbauen und wieder befüllen. Wir haben neue Gestelle zum Aufräumen gebaut, einen Eselstall und ein Depot neu gestrichen, einen neuen Schildkrötenkäfig erstellt, zwei Höfe aufgeräumt und gesäubert, eine Garageneinfahrt erhöht, Sitzbänke geflickt, Zimmer umgeräumt, sowie ein Vordach neu gemacht und wieder an Ort und Stelle hin platziert.

Geplant war, dass ein Italiener mit einem Kran dieses Holzvordach wieder an seinen Platz zurückstellt, nachdem dieses zur Erneuerung der Fassade des Hauses weggenommen wurde. Da es nicht sicher war ob und wann dieser Italiener kommen würde, wurde es schnell zur Challenge, dass wir dies als Schweizer doch selber machen. Es wurde kurz geplant wie man dies durchführen könnte: zu 30. haben wir uns alle an diesem Vordach festgehalten und tatsächlich: auf einen Schlag wurde dieses ganz leicht! Wie in einem Tischfussball standen wir darin und haben das Vordach in Rekordzeit versetzt – ganz ohne Anstrengung!

Nebst den schönen Arbeiten, die wir im Centro Emmaus erledigen konnten, waren wir auch an zwei Tagen auf Ausflügen. Wir haben uns den Vulkan Stromboli mit dem Boot angeschaut, waren auf einer schönen italienischen Insel namens Panarea, haben uns eine Orangen-Sortiermaschine angeschaut und waren ein paar Mal am Strand. Wir durften die salzige Meeresluft, das gute italienische Essen und die warme Sonne sehr geniessen!

Was für eine Reise war dies wohl auch für unsere Car-Chauffeuse? Sie hat sich drei Tage vorher auf eine 10-Tägige Reise eingelassen mit einer Gruppe, die sie gar nicht kennt. Sie hat eine riesige Fahrt auf sich genommen, um bei der Ankunft festzustellen, dass sie in einem Haus, das gerade eine Baustelle ist, übernachten soll – in einem Zimmer ohne Warmwasser, umzingelt von Zimmern von Jugendlichen und gerade oberhalb des Aufenthaltsraumes. Sie hat sich auf 10 Tage eingelassen und ihre ganzen Gewohnheiten stehen gelassen. Wie beeindruckend für uns, als sie dann an drei Tagen mit einem christlichen T-Shirt ankam… diese hätte sie einfach zufällig gekauft. Wir glauben an keine Zufälle, wir glauben an das Wirken von Gottes Hand! Wir beten, dass sie die Reise gut in Erinnerung behält und auch alles, was sie mitbekommen hat in ihrem Herzen weiterwirken darf.

Die grösste Reise, welche wir in diesen 10 Tagen tatsächlich gemacht haben war wohl die Herzensreise in uns selbst. Teilnehmer, Leiter und auch andere durften durch diese Erlebnisse viel in ihren Herzen lernen, mit Gott weiterkommen und wachsen.

Auf Reisen… wir sind alle auf unserer ganz persönlichen Reise… Wie schön zu wissen, dass wir unsere Reise nach Gottes Willen und Plan ausrichten dürfen. Er will, dass wir Teil Seiner Geschichte sind – er braucht uns nicht und dennoch wünscht er sich, dass unsere Reise immer näher zu ihm führt und wir mit Ihm Sein Reich bauen können. Was für eine Gnade, was für eine Wertschätzung, was für ein Geschenk!

Ganz herzlichen Dank für alle eure Gebete, euer Mitdrandenken, Nachfragen, Dransein und Mittragen! Wir sind so dankbar für euch!

Annika

April 2026

Dabeisein ist alles – die unterschiedlichen Aktivitäten der JG

Am Sonntag, 01. März durften wir in Moudon das jährliche Unihockeyturnier durchführen. Sechs Mannschaften sind gegeneinander angetreten, haben geschwitzt, alles gegeben und hatten viel Freude. Was für ein Erlebnis und dann hat die JG Schärme auch noch den Pokal mit nach Hause nehmen dürfen! Das hätte wohl niemand gedacht, als wir das erste Spiel verloren!

Nun stehen wir auch schon in den Startlöchern für unseren Auslandseinsatz in Italien. Betet sehr gerne mit uns – wir sind 31 Personen in zwei Kleinbussen unterwegs. 

Vielen herzlichen Dank für Euer treues Mittragen der JG!
Annika

März 2026

Wer ist der Wichtigste unter uns?

Schon zu den Zeiten von Jesus war es so, dass man sich gefragt hat wer der Wichtigste sei. Dies kann man in Lukas 22, 24-30 nachlesen. Ist das heute besser geworden? Oder schwingen in unserem Unterbewusstsein doch immer wieder Gedanken des Vergleichs herum?

An einem JG-Abend haben wir uns genau damit auseinandergesetzt… wer den höchsten Turm bauen, das längste Haar kleben, die meisten Marshmallows in den Mund nehmen, wer der Schnellste im Bibelvers finden, der Leiseste im Essen, der Lauteste im Stampfen, der Klügste, der Seriöseste oder der Klarste im Erkennen verschwommener Bilder ist… Zu jeder Frage gab es dann die Aufgabe und man musste sich beweisen.

Doch wer ist eigentlich wirklich der Grösste, der Stärkste, der Gnädigste, der Grosszügigste…? Dies ist Derjenige, der genau diese Frage, wer der Beste unter uns ist, auf den Kopf stellt! Denn genau dieser hat sich dem Kleinsten kleiner gemacht, ist zu uns auf die Welt gekommen, um uns zu dienen, um für uns am Kreuz zu sterben!

Was für ein Beispiel, dem wir doch alle nachjagen sollten! Lernen wir mit breitwilligen Herzen zu dienen, so wie Gott es getan hat, sodass Seine Liebe sich weiterverbreiten darf – nicht durch unsere, sondern durch Seine Grösse.

Februar 2026

Schneeflöckchen, Weissröckchen…

… wann kommst du geschneit? Zu diesem Kinderlied von Hedwig Haberkern kommt uns sicher allen die Melodie gerade in den Sinn.

Doch was ist Schnee eigentlich? Als Jugendgruppe durften wir am 17.-18. Januar in den Schnee fahren und ein wunderschönes Skiweekend in Schönried verbringen. Wir flitzten die Pisten hinunter, auf diesem schönen weissen Teppich – manchmal watteweich, manchmal hart wie Stein. Kaum zu glauben, dass sich dieser rutschige Boden allein aus herabfallenden Schneeflocken geformt hat. Es gibt 121 Grundformen an Schneekristallen aber vermutlich sind noch nie zwei vollkommen gleiche vom Himmel gefallen – jeder einzige ist einzigartig… Das ist doch ein wahres Wunder bei diesen Abermilliarden an Flocken, die es nur braucht, um ein Skigebiet abzudecken, um eine Bergkette zu beschneien, um jedes Jahr aufs Neue so viele Länder in Staunen zu versetzen! Ich staune ebenfalls und sollte wohl den Mund schliessen, dass mir die ganzen wertvollen Schneeflocken nicht alle in den Mund fliegen. Was haben wir doch für einen Detail-Gott!

Psalm 86, 10: Denn du bist gross und vollbringst Wunder, nur du bist Gott, du allein!

Januar 2026

Neues Jahr, neue Zuversicht!

Vor Kurzem hat mir eine JGlerin, in Bezug auf ihren suchenden Glauben, gesagt «Es wird schon seinen Grund haben, warum ich hier in die Jugendgruppe komme». Nach dieser zuversichtlichen Antwort auf meine Fragen zu ihrem Glauben, musste ich mich zwischen Sprachlosigkeit und erfreuten Jubelrufen erstmal wieder sammeln. Diese junge Frau ist auf der Suche, sie kennt noch nicht viel vom Glauben und dennoch hat sie den Mut und die Hoffnung eine solche Aussage zu machen. Wir beten immer, dass Gott die richtigen Menschen in die Jugendgruppe schickt – was für eine Gebetserhörung und was für ein Privileg, dass wir diese Jugendlichen ein Stückweit auf ihrem Weg begleiten dürfen! Vielen Dank für Eure treuen Gebete und so wertvolle Unterstützung ohne die, diese Arbeit nicht möglich wäre!

Die Antwort in dem Gespräch erinnert mich an die Geschichte vom Hauptmann von Kafarnaum in Matthäus 8, in der Jesus erstaunt zum Hauptmann geantwortet hat: «Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden.» und später ermutigte Jesus ihn und sagte ihm: «Geh! Es soll dir geschehen, wie du geglaubt hast.».

Ich wünsche uns für das neue Jahr, dass wir von dieser JGlerin und dem Hauptmann lernen, stärkere Zuversicht und Vertrauen gewinnen, und Hoffnung aussprechen, dass Er alles in den Händen hält, um alles weiss und unsere Schritte richtig lenkt.

Ein gesegnetes neues Jahr Euch allen!

Dezember 2025

Beschenken und beschenkt werden!

Nun sind wir schon mitten im Advent und bald ist auch schon wieder Weihnachten… Es geht wieder ans Planen, Einkaufen, Geschenkepacken, Kochen, und hoffentlich auf schöne Weihnachtsfeiern zu. Mit Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen… Oder?

Die Vorstellung von Weihnachten ist schön… die Erwartungen gross und ich glaube der Stress bei vielen noch viel grösser. Für manche sind das viel zu viele Feiern, welche man hinter sich bringen muss und für andere viel zu wenige… Manchen wächst alles über den Kopf und bei anderen lässt sich eine bestimmte Leere um so mehr spüren. An Weihnachten entwickelt sich ein ziemlich grosses Spannungsfeld für viele auf vielen Ebenen und man fühlt sich schnell überfordert oder benachteiligt. Man gibt sich grosse Mühe und doch reicht es nicht; man hofft auf mehr Ruhe, mehr Familie, mehr nette Gesten, mehr Frieden, mehr… weil es ja schliesslich Weihnachten ist. Doch oft bleibt der berühmte Weihnachtszauber weg. Die Beziehungen sind nicht besser, nur weil Weihnachten ist. Im Gegenteil, die Spannung macht alles nur noch schwerer.

Doch warum ist das so? War das wirklich der initiale Plan? Was ist Weihnachten eigentlich?  Wir machen uns einen Geschenkestress und vergessen, dass wir an Weihnachten das grösste Geschenk überhaupt von Gott erhalten haben. Weihnachten ist die Erinnerung daran, dass Gott uns das grösste Geschenk gemacht hat, indem Emanuel zu uns auf die Erde kam – Gott mit uns.

Ich wünsche uns allen, dass wir dies erleben und weitergeben dürfen… Gott mit uns.
Lasst uns genau diese Liebe und gute Botschaft weitergeben – und ja, das darf dann auch anhand eines Geschenkes, einer netten Geste oder sonst etwas sein!

November 2025

Wir sind Milliardäre!

Letzten Monat hatten wir es in der Jugendgruppe über Lebensträume und haben herausgefunden, dass wir tatsächlich Zeitmilliardäre sind! Ein Durchschnittsmensch hat 2,6 Milliarden Sekunden in seinem Leben zur Verfügung – doch was machen wir aus dieser ganzen Zeit? 28 Jahre davon verschlafen wir, 3 Jahre sind wir insgesamt auf der Toilette und 5 Jahre verbringen wir mit Warten an Ampel, Warteschlange oder sonstigem! Noch viel mehr könnte man berechnen doch einiges unserer Zeit dürfen wir doch selbst bestimmen und gestalten! Was machen wir daraus? Haben wir Träume und Ziele, die wir erreichen wollen?

Der Philosoph Tommaso Campanella hat einmal gesagt: «Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.» In der Bibel, Prediger 3,1, lesen wir «Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde». Möge Gott jeden einzelnen von uns in unserer Zeit und in unseren Lebensträumen begleiten, Weisheit und Vertrauen schenken – auch wenn wir mit unserem Verstand nicht alles Vorhaben unter dem Himmel verstehen können!

Herzlichen Dank für alles Mittragen!

Aktion Weihnachtspäckli 2025

Auch dieses Jahr machen wir als Kirchgemeinde und Jugendgruppe wieder an der Aktion Weihnachtspäckli mit! Die Sammelaktion geht bis am 02. November. Danach werden wir als Jugendgruppe fleissig das ganze Geld zu Päckli umwandeln.
Ganze Päckli können bis am 18. November im Pfarrhaussaal abgegeben werden.

Oktober 2025

Unterwegs…

Langsam aber sicher werden die Tage kürzer… Wenn ihr dieses Unterwegs in den Händen haltet, dann sind wir mit der Jugendgruppe schon seit eineinhalb Monaten unterwegs! Ein abwechslungsreiches Programm durften wir schon erleben, einander immer mehr kennenlernen, das Leben bestaunen und ebenfalls über den Wert von Gemeinschaft, Hoffnung, Licht und Gleichgewichten im Leben hören. Wir sind unterwegs… was von dem Gehörten und Erlebten nehmen wir aber tatsächlich mit und was lassen wir gleich wieder liegen? Beten wir doch, dass die richtigen Zusagen mitgenommen werden und die Jugendlichen in ihrem Alltag begleiten! Beten wir, dass die Jugendgruppe jeweils ein Lichtblick für alle Jugendliche sein darf: in ihrer Woche, in ihrem Alltag, in ihrem Leben. Beten wir, dass sie die wahre lichtgebende Hoffnung für sich entdecken, in Anspruch nehmen und damit unterwegs sein dürfen!

Herzlichen Dank euch allen für alles Mittragen!