Am 6. Februar fand in Yverdon les Bains der Stami-Cup 2005 statt. Insgesamt acht Mannschaften kämpften um den Pokal. Titelverteidiger Yverdon war natürlich auch mit von der Partie. Das Turnier war in eine Vor- und Zwischenrunde aufgeteilt, wo die Teams Punkte sammeln konnten, um am Schluss im Finale zu stehen. Den Yverdoner Hippies gelang es aber nicht, sich in der Vorrunde für die erste Zwischenrunde zu qualifizieren, und so spielten sie um die Plätze 5-8. Man erkennte an dem Spiel der Zwischenrunde deutlich, dass die ersten paar Spiele sehr kraftzerrend waren. Nur noch schleppend baute sich das Spiel auf und so erkämpfte man sich einen sechsten Rang im Schlussklassement.
Die Spieler aus Vallorbe und Payerne hingegen drehten erst in der Zwischenrunde so richtig auf und sicherten sich einen Platz im Finale gegen die erste Mannschaft aus Moudon. In einem spannenden Spiel konnten sie mit einem Tor in der Schlussminute den Match für sich entscheiden und erschöpft aber zufrieden den Stami-Cup 2005 nach Hause bringen.
Austragungsort des nächsten Cups wird Payerne sein, Datum und Lokalität stehen zur Zeit noch nicht fest.
Hyperaktiv
Im März werden wir im Schärme Hyperaktiv. Sicher hat damit auch der anbrechende Frühling etwas zu tun. Doch vielmehr dreht es sich dabei um unsere beiden Lager. Schon am ersten Märzwochenende werden wir in unser zweites Ski-Wochenende aufbrechen. Diesmal machen wir gemeinsame Sache mit Moudon, Montreux und Lausanne und fahren nach Rougemont. Für zwei Tage dürfen wir unsere Bretter über die Pisten hetzten und unsere herrlichen Schweizer Berge geniessen. Gaben für ein herzhaftes Frühstück (Eier, Milch, Brot, Butter, Konfitüre,…) nehmen wir gerne bis am Freitag Abend entgegen.
Ende März dann, nämlich am 24., werden wir auch dieses Jahr wieder nach Portugal aufbrechen. Gemeinsam mit Moudon organisieren wir dieses Lager, um unseren dortigen Glaubensgeschwistern etwas unter die Arme zu greifen. Dieses Mal werden wir an zwei Orten aktiv sein. Die ersten paar Tage werken wir in Mafra um erst im Anschluss in den Süden zu fahren und dort unsere Hilfe feil zu bieten. Natürlich werden wir neben allem Arbeiten auch Zeit haben, um Portugal etwas kennen zu lernen und um unsere Bäuche in die Sonne zu halten.
Schärme – The Core
Neu bieten wir im Schärme „The Core“ an. Core ist Englisch und heisst eigentlich Kern, kann aber auch als Synonym für Herz verwendet werden. In dieser Kleingruppe können Leute aus der JG sich intensiver mit der Bibel und dem christlichen Glauben auseinander setzten. Es geht um den Kern unseres Lebens, den Sinn unseres Daseins und um die Herzensbeziehung mit dem Herrn der Herren. Obwohl wir einen Kleingruppenleitfaden bearbeiten, haben die Jugendlichen immer die Möglichkeit, Themen aus ihrem Alltag in die Gruppe ein zu bringen und sie dort aus einer biblischen Perspektive kennen zu lernen.
Treffpunkt ist jeweils am Montag Abend um 20h15 in der WG von Matthias und David (ebenfalls Rue Roger de Guimps 13). „The Core“ wird von David geleitet und hat zur Zeit fünf Teilnehmer. Ich bin David sehr dankbar, dass er diesen Abend anbietet und die Gruppe leitet.
Euch allen wünsche ich eine gute Zeit und verbleibe mit dem Gruss des Johannes in seinem zweiten Brief: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von dem HERRN Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in der Wahrheit und in der Liebe, sei mit euch!
Wie geht’s der Kuh?
In der letzten Ausgabe der Schärmeseite haben wir Sie darüber informiert, dass wir als Jugendarbeit gerne eine Kuh kaufen würden. Die Teilnehmer aus den vier Gruppen haben über CHF 400.— zusammen gelegt, mehr als die Kuh kostet. Das Geld wurde an WorldVision Schweiz überwiesen und der Überschuss in die Kasse des Schärme gelegt. Ein Geschenk, das der Familie nachhaltig dienen wird.
Sonne, Schnee und Berge
Im Schärme dreht sich aber nicht alles nur um eine Kuh. Bereits haben wir den ersten Monat im neuen Jahr wieder hinter uns und durften einige Abende zusammen verbringen.
Mitte Januar gingen wir für ein Wochenende in die Berge, um mit unseren Skiern oder Snowboards über die Hänge zu gleiten. Ein wahrlich freudiges Erlebnis, hatten wir doch beste Wetterverhältnisse und wenn auch spärlich, so lag doch noch etwas Schnee auf den Hügeln. Es war auch ein erstes Treffen mit den JGlern aus Moudon, mit welchen wir ja dann im März nach Portugal fahren werden. Die Stimmung war super und bis auf einen leichten Muskelkater hier und dort dürfen wir dankbar sein, dass niemand ein Unfall hatte und alle müde aber wohlbehalten nach Hause gebracht werden konnten. Ein schönes Wochenende, das viel zu schnell vorbei ging.
Und der Februar?
Doch auch der Februar wird uns einiges an Programm bieten. Am 6. Februar werden wir in Yverdon den alljährlichen Stami-Cup austragen. Wie im letzten Jahr wird sich auch heuer im Unihockey aneinander gemessen. Yverdon als amtierender Cup-Halter versucht natürlich sein Bestes, an den Vorjahreserfolg anknüpfen zu können und den Cup noch einmal in Yverdon zu halten. Das Turnier findet in der Sporthalle des Kongresszentrums „La Marive“ in Yverdon statt und dauert den ganzen Tag. Teilnehmen können alle deutschsprachigen Jugendgruppen oder Jungscharen aus der Romandie. Besucher und Fans sind natürlich herzlich willkommen.
Im JG-Programm werden wir mit unserer kleinen Tour mitten durch das Leben des Menschen weiterfahren. Gemeinsam werden wir erleben, was es heisst, arm zu sein, und das Armut nicht nur eine Frage des Geldbeutels ist. Auch dem allgegenwärtigen Thema der Sexualität wollen wir uns widmen. Denn warum kann etwas von Gott Erschaffenes plötzlich ausarten und so viel Unheil anrichten. Wir wissen, dass das mit dem Nichtbefolgen der Spielregeln unseres Lebens zusammenhängt. Und so werden wir uns etwas Zeit nehmen, um uns mit den Regeln unseres Lebens vertraut zu machen.
Vorbereitung Portugal
Ende März werden wir für ein weiteres Arbeitslager nach Portugal gehen. Um unsere helfenden Hände bereits in diesem Monat etwas trainieren zu können, werden wir in der letzten Februarwoche einen Reinigungseinsatz durchführen. Wenn Sie eine Idee haben, wo etwas gereinigt oder aufgeräumt werden sollte, so lassen Sie es uns doch raschmöglichst wissen. Die Arbeit muss an einem Abend durchführbar sein.
Des „Schärme“ Mitglieder
Am 11. Februar wird der Schärme seine GV durchführen. Es würde uns freuen, einige neue Mitglieder aufnehmen zu können. Sollten Sie Interesse an einer kostenlosen Mitgliedschaft haben, so melden Sie sich doch einfach im Büro vom Schärme oder auch bei Pfarrer Christian Brand.
Die Schärme – Kuh
Unverständnis zeichnete sich in den Gesichtern der JG Teilnehmer ab, als ich ihnen erklärte, ich wolle eine Milchkuh kaufen und sie sollen mir dafür doch bitte ihr Erspartes geben. Was um alles in der Welt will er mit einer Kuh, fragte sich wohl so mancher. Ja, was will ich mit einer Kuh?
Die humanitäre Hilfsorganisation World Vision Schweiz setzt sich für nachhaltige und praktische Hilfe ein. So auch unter anderem mit Milchkühen. Diese werden an Familien in Not in den Bedarfsländern vermittelt. Denn eine Kuh stellt das Einkommen einer Familie mehr oder weniger sicher. Mit Milchprodukten zum Eigenkonsum und Verkauf, sowie mit Kälbern für die Mast oder Milchwirtschaft. Die Schärme Kuh ist also so etwas wie ein Weihnachtsgeschenk von uns. Und deshalb auch die Idee, dass wir die Kuh nur kaufen, wenn das Geld explizit von den Jungen für dieses Projekt zusammengelegt wird. Diesem Ziel sind wir bereits sehr nahe gekommen so dass ich mir sicher bin, dass es bald eine Kuh mit unserem Namen geben wird – denn natürlich erhoffe ich mir davon auch etwas Werbung für den Schärme. Obwohl, ich weiss dann nicht so recht ob ich eventuell Interessierte wirklich abholen gehen könnte. Afrika retour ist doch etwas über dem zeitlichen Rahmen.
Auch sonst kann ich auf ein spannendes erstes Halbjahr im Schärme zurück blicken. Das Feedback der Teilnehmer ist regelmässig sehr ermutigend. Programmmässig durften wir Verschiedenes zusammen unternehmen. Da gingen wir klettern, baden, bowlen. Dort wuschen wir einander die Füsse oder tauschten unsere Meinung und Erfahrung über Kirche, Jesus, Gott und die Welt aus. Die meisten der Abende können übrigens auf unserer Internetseite bestaunt werden. Unter www.jg‑schaerme.ch findet sich ein Fotoalbum mit immer wieder neuen Fotos. Das es den Jungen im Schärme gefällt zeigt sich meiner Meinung nach an den konstanten Besuchen der Abende und dem Einladen von Kollegen für die Treffen. Es ist mir eine riesige Hilfe, dass sie das tun und so auch noch weiter Jeune Fille, Jeune Homme oder Auszubildende vom Schärme erfahren. Wenn wir schon von Hilfe sprechen, dann möchte ich hier einmal ein riesiges Dankeschön an all jene richten, die sich Zeit nehmen für den Schärme zu beten – ich erfahre jeden Abend die Bewahrung auf den Strassen und die sich öffnenden Herzen der Jungen. Danke auch an all jene, die mir mit praktischem Anpacken unter die Arme greifen und natürlich auch ein riesiges Merci an alle, denen der Schärme am Herzen liegt und uns finanziell unterstützen.
Der Dezember mit der Adventszeit war für mich immer ein wenig der Monat, wo ich zurück schaue und mir über das vergangene Jahr Gedanken mache. Ich fragte mich, ob ich Gottes Willen getan habe, ob sein Willen in meinem Leben Platz gehabt hat. Es ist rückblickend meistens einfacher zu sehen, wo unser Vater im Himmel die Zügel in der Hand hatte, und wo ich selber versucht habe, den Rodeo meines Lebens zu reiten. Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal in der welschen Schweiz zu leben und zu arbeiten. Doch ich bin von Herzen überzeugt, dass dies Gottes Wille ist und darüber freue ich mich. Sicher, den Schärme und die Schule nebeneinander zu machen ist eine grosse Herausforderung. Aber Christus in mir macht mich, macht uns stark (Phil 4, 13).
Mit dem neuen Jahr steht auch wieder ein neues Halbjahresprogramm auf den Beinen. Es sind wieder sehr verschiedene Sachen geplant und ich denke, es hat für jeden etwas dabei. So auch wieder zwei Wochenenden im Schnee (15./16. Jan und 5./6. März) und das Arbeitslager in Portugal (24. März bis 3. April). Sollten Sie noch jemanden kenne, der Jf/Jh’s aus der Deutschschweiz beschäftigt, so lassen Sie mich das bitte wissen. Es wäre zu schade, wenn jemand den Schärme nicht kennen lernen würde.
Dezember 2004
Am letzten Oktobertag trafen sich die ehemaligen Schärmegänger zum alljährlichen Ehemaligentreff. Dieses Jahr wurde aber anstelle eines ganzen Wochenendes nur ein Sonntag miteinander verbracht. Viele der früheren jf’s/jh’s nutzten die Gelegenheit, um gleich bei ihren Madames und Monsieurs zu übernachten.
Nach einem gemeinsamen Frühstück ging man zusammen in die Kirche und genoss anschliessend ein feines Spaghettimittagessen. Bei Kuchen, Guetzli und Kaffee lies sich dann herrlich über die Erlebnisse der Vergangenheit plaudern. Etwa 30 Ehemalige kamen zum Treffen und repräsentierten die Schärmeära von 1988 bis 2004. Auch Evi und Völki Clausen kamen mit ihrer Jungmannschaft angereist. Doch nicht nur das gemeinsame Austauschen lies die Zeit flugs vergehen. Es wurde auch ein Filmzusammenschnitt des Arbeitslager in Portugal von diesem Frühling und einige Bilder vom Missionseinsatz des Jugendarbeiters in Nordamerika gezeigt.
Mit einer gemeinsamen Abendmahlfeier endete die Gruppe das diesjährige Ehemaligentreffen und alle gingen mit neuen Eindrücken und wohl dem einen oder anderen Schmunzeln wieder nach Hause.
Obwohl das Treffen kostenlos angeboten wurde, kamen trotzdem genügend Spenden zusammen, um alle Kosten voll zu decken. Ein grosses Dankeschön an alle, auch speziell an alle Helfer im Hintergrund.
Mir hat das Ehemaligentreffen sehr gefallen. Auch den Erlebnissen seit der Rückkehr in die Deutschschweiz zu lauschen war sehr spannend – was mir auch gleich eine Idee fürs nächste Programm gab. Ich wünsche allen Ehemaligen Gottes Segen und seine Führung in allen Bereichen.
Es ist schön zu sehen, wie die meisten Jungen regelmässig an den Abenden teilnehmen. So ist es möglich, einen Roten Faden durch das Programm zu legen und gemeinsam Schritte zu wagen.
Wir haben vor ungefähr einem Monat eine kleine Serie über Jesus gestartet. Angefangen mit der Frage, warum Jesus den überhaupt so wichtig ist über den Jesus Film von Mel Gibson und Gesprächsabenden zu persönlichen Diskussionen über den Glauben. Es ist gewaltig zu sehen, wie der Heilige Geist in den Herzen dieser jungen Menschen wirkt.
Es entstehen auch mehr und mehr gute Beziehungen auf persönlicher Ebene und immer öfter läutet die Türglocke und jemand vom Schärme steht draussen. Ob sie jeweils kommen um zu plaudern, oder einfach das Internet zu brauchen – wer weiss. Auf jeden Fall freue ich mich immer über diese Besuche.
Im Dezember werde ich wieder mal meiner Vaterlandspflicht nachgehen dürfen und drei Wochen im Militär sein. Der Schärme Anrufbeantworter und David Rüetschi werden mich aber kompetent vertreten. Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit, die unserem Herrn Jesus würdig ist und nicht von dieser Welt diktiert wird.
November 2004
Diese Ausgabe trägt den Titel „Von Gott und der Welt“. Wo liegen die Herzen der Teilnehmer vom Schärme. In der Welt oder bei Gott? Nach Matthäus 6,21 wissen wir, dass „Herz“ auch mit „Schatz“ ersetzt werden kann. Wo liegen also die Schätze der Jungen, wo die Meinen oder die Ihrigen?
Zum jetzigen Zeitpunkt haben schon über 170 Jugendliche den Schärme in diesem Semester besucht. Das sind pro Woche ungefähr 30 Menschen, die auf unterschiedliche Weise in dieser Welt unterwegs sind. Unterschiedlich insofern, als das einige von ihnen Jesus als ihren persönlichen Retter angenommen haben und andere nicht – und vielleicht auch nie werden. Diese weite Spanne gibt mir auf der einen Seite sehr zu schaffen. Denn ich weiss manchmal nicht, wie ich einen Abend gestallten soll, so dass lebendige Christen Nahrung erhalten und Suchende den Weg finden. Ich muss mir jedes Mal wieder bewusst werden, dass mir der Heilige Geist zur Seite steht und unmögliches möglich macht. Und so hat diese Differenz auf der anderen Seite auch etwas sehr motivierendes. Ich werde von einigen der Teilnehmer immer wieder durch ihre Liebe für Jesus, ihrem Wissen und Erfahrungen, die sie schon mit Jesus machen durften überrascht.
Bei der Vorbereitung auf den Themenabend „Warum Jesus?“ wurde mir dann erneut bewusst, dass ich selber nichts an den Lebenswegen der Jugendlichen ändern kann. Nicht durch noch so gute Abende oder gutes Vorbild sein. Ich kann mich nur bereit erklären, Werkzeug in Gottes Hand zu sein und IHN wirken zu lassen. Mir wurde die Stelle aus 1. Korinther 3,5-10 sehr wichtig. Wir müssen sähen und wir müssen wässern entsprechend unseren Begabungen und Berufung. Doch es liegt nicht an uns, Wachstum zu produzieren. Gott alleine hat die Möglichkeit dazu.
Die Wege, die Gott dafür einschlägt, sind mir meistens nicht verständlich. Da habe ich doch soviel in die Vorbereitung investiert und mir viel Mühe bei der Umsetzung am Abend gegeben und doch scheint nichts davon bei den Jungen anklang zu finden. An mir zweifelnd bringe ich die JGler im Anschluss dann nach Hause und im Auto entstehen Gespräche, wie ich sie mir eigentlich für den Abend gewünscht hätte.
Mir wurde bewusst, dass es nötig ist, dass ich für diese Arbeit mein Bestes gebe aber nicht erwarten darf, das auch geschieht was ich durch meinen Einsatz erhoffe. In der Jüngerschaftsschule in Kanada reisten wir während drei Monaten durch Nordamerika um in verschiedenen Gemeinden Halt zu machen und ihnen zu dienen. Jedes mal wenn der Samen den wir säten zu spriessen schien hiess es für uns, das Lager abzubrechen und weiter zu ziehen. Matthäus 6,2 wird laut wo es heisst, dass wenn wir etwas tun um von anderen geehrt zu werden, wir dadurch unseren Lohn schon empfangen haben. Und darum geht es doch. Denn die Zeit die uns auf dieser Welt vergönnt ist dient unter anderem dazu, unseren Schatz im Himmel so kostbar wie möglich zu machen (Mk 10,21). Ich kann es kaum erwarten, all meine Schätze im Himmel zu sehen, sie zusammen zu packen und zu Jesus zu eilen um Ihm alles darzubieten.
Doch sind wir alle froh um Ermutigung und Zuspruch. Und so freue ich mich immer wieder über Rückmeldungen von den Teilnehmern und Zuspruch aus den Reihen der Gemeinde. Lassen Sie also auch mich Ihnen Dank aussprechen. Herzlichen Dank für all Ihre Gebete und Gaben, die den Schärme am Leben erhalten – geistlich wie auch institutionell.
Als kleine Gebetshilfe möchte ich Ihnen einige Dinge ans Herzen legen. Zum Einen haben wir zu Danken für all die Bewahrung während den Autofahrten oder sportlichen Aktivitäten. Für all die finanzielle Unterstützung. Für jedes einzelne Gebet oder Gedanke. Für alle regelmässigen Teilnehmer und für jene welche nur ab und zu kommen. Zu danken haben wir auch für jedes Wort, dass Gott zu uns geredet hat. Und da Martin Luther uns dazu bestärkt hatte, Grosses von Gott zu bitten, möchte ich Sie ermutigen, für folgendes zu bitten: für klare Führung während den Abenden, für tief berührte Teilnehmer, für das Machen nötiger Entscheidungen, für finanzielle Unterstützung, für Leiter welche bei Absenzen und Mehrbedarf aushelfen und für alle Jeune-filles und Jeune-hommes die bis jetzt noch nie in den Schärme kamen und vielleicht noch nicht einmal wissen, dass es ihn gibt.
Das Beste zu geben, das gilt also auch für Sie, die Sie für den Schärme beten. Jedes Wort Ihres Gebetes soll aus Ihrem Herzen kommen und nicht nur so über die Lippen gleiten. Niemand weiss von Ihrem Gebet und so dürfen Sie sicher sein, dass Ihr Schatz im Himmel kostbarer und kostbarer wird.
Oktober 2004
In dieser Ausgabe möchte ich Sie etwas an meinen Gedanken teilhaben lassen.
Zum einen Gedanken des Staunens. Denn als ich mich durch all die Unterlagen durcharbeitete und sah, was in der Vergangenheit alles geleistet wurde, konnte ich einfach nur Staunen. Staunen ab dem Wirken Gottes in und durch diese Arbeit. Natürlich kam in mir dadurch auch die Frage auf, ob ich dem gerecht werden könne. Ob meine Arbeit auch Spuren hinterlassen würde. Ich begann meine Planung an diesen Werken und Erfolgen der Vergangenheit zu orientieren. Doch bald merkte ich, dass das nicht das richtige Vorgehen war. Natürlich sollen wir aus unser Vergangenheit lernen. Doch sollte sie nicht bestimmend für unser Zukunft sein. Einzig Gott hat das Recht, unsere Zukunft zu bestimmen. Also begann ich Gott zu fragen, was er mit mir und dieser Arbeit vorhabe.
Auch erfüllten mich Gedanken der Dankbarkeit. So viele Menschen durften ihr Leben im Welschland, in einer JG und vielleicht sogar im Schärme dem Herrn übergeben. Auch der Prediger in meiner vorherigen Gemeinde in Sissach, hat seine Entscheidung in einer Jugendgruppe im Welschland gemacht. Von wie vielen mehr haben wir keine Ahnung. Wie viele verrichten irgendwo ihren Dienst und denken vielleicht immer noch an ihre Zeit im Schärme zurück.
Das brachte mich aber auch zu Gedanken der Wehmut. Wehmut ab all jenen, die mit ganzem Herzen ihr Leben dem Herrn gegeben haben und dann, zurück in der Heimat, den Anschluss nicht gefunden haben. Junge Menschen die durch das Netz von Beziehungen gefallen sind und nirgendwo Anschluss gefunden haben oder denen nicht nachgefragt wurde. Nur der Herr kennt ihre Zahl und kann sich ihrer erbarmen.
Doch blieben meine Gedanken nicht daran haften. Denn worauf man sich fokussiert, dahin bewegt man sich auch unweigerlich. Und es kamen mir Gedanken der Hoffnung.
Hoffnung für all jene Menschen, die im nächsten Jahr in den Schärme kommen werden. Hoffnung, dass unser Herr Jesus ihnen persönlich begegne. Hoffnung das er diese Arbeit segne und er sie Frucht tragen lässt. Denn nicht um sonst hat Jesus seinen Jüngern und uns gelehrt „…Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden…“ (Mt 6,10) zu beten. Wir sollen die Hoffnung, ja die Erwartung nie aufgeben, dass er sein Reich baut – auch durch uns.
Doch mit allem beten, mit allem die Arbeit dem Herrn hinlegen wurde ich zunehmend unruhiger. Der erste JG Abend rückte näher und ich versuchte alles zu Planen und an alles zu Denken. Obwohl ich wusste, dass viele für mich und den Schärme beteten, fühlte ich mich zunehmend alleine. In Sissach wo ich während den letzten Jahren in der Jungschararbeit war, hatten wir immer ein Team. Und wenn jemand schwach wurde, dann konnten ihm die anderen weiterhelfen. So heisst es auch im Prediger 4,20 „Wehe aber dem, der alleine ist, wenn er fällt und kein zweiter da ist, um ihn aufzurichten.“
Doch von Verzweiflung war und bin ich weit entfernt. Ich weiss, dass Gott in den Schwachen stark sein will. Und auch wenn ich noch zu oft meiner eigenen Stärke vertraue, so weiss ich doch, dass er mich nicht hängen lassen wird.
Und so ging ich dann wohl mit zitternden Knien aber guten Mutes in die ersten JGs. Ich erlebte was man wohl als Wechselbad der Gefühle bezeichnen würde. Denn zum Einen kriegte ich sehr liebevolle und positive Rückmeldungen von den Besuchern. Doch sind mir auf der anderen Seite leider auch Fehler unterlaufen, die meiner Ansicht nach eigentlich nicht hätten sein müssen. Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht genügend auf die Teilnehmer eingehen konnte. Doch fühlte ich mich mehr dem Programm verpflichtet.
Ich glaube aber, dass der Herr meine Fehler, meinen Eifer und meinen Versuch das Bestes zu geben brauchen kann und das auch tat. Zum Beispiel hat mir eines der Jeunes Filles gesagt, dass es Schlechtes von dieser JG gehört habe. In der zweiten Woche aber, erhielt ich von ihr eine Nachricht, dass sie sich in der JG sehr wohl fühle und froh sei, kommen zu können! Hallelujah!
Was ich also in den letzten Wochen erneut lernte war, dass vieles, wenn nicht gar alles was Gott in dieser Arbeit tun wird auf der Beziehungsebene gründen wird. Ich bitte Gott deshalb auch um Unterstützung. Es ist mir noch nicht klar, ob er mir ein Team zur Seite stellen wird oder welche Form diese Unterstützung sonst annehmen wird. Und ehrlich gesagt überlasse ich das auch lieber dem Herrn.
Was ich aber weiss ist, dass ich auf die Gebete von euch, meinen Brüdern und Schwestern im Herrn angewiesen bin. Ich brauche die Rückendeckung und die Schwinge des Gebetes um diese Arbeit zu tun. Vielen Dank für jeden Gedanken, den Ihr dem Schärme schenkt.
September 2004
Ein neues Gesicht huscht durch die Gemäuer der Kirchgemeinde Yverdon les Bains. Matthias Liechti übernimmt ab diesem Sommer die Jugendarbeiter Stelle im Schärme.
„Mit drei Schwestern bin ich auf einem Bauernhof im Baselland aufgewachsen. Die biblischen Geschichten faszinierten mich schon in der Sonntagsschule und ich konnte es kaum erwarten in die Jungschar zu dürfen. Mit neun Jahren war es dann endlich soweit und ich war mit einem kurzen Unterbruch bis im vergangenem Sommer dabei.
Nach der obligatorischen Schulzeit ging ich weiter ans Gymnasium musste dann aber fest stellen, dass Gott mich nicht dort haben wollte. Die kaufmännische Lehre hingegen lief wie am Schnürchen und Gott legte seinen Segen auf diese Zeit. Nach dem Lehrabschluss ging ich nach Kanada um dort an einer Jüngerschaftsschule von JMEM teilzunehmen. Diese sechs Monate stellten sich als extrem segensreich für mich heraus. Gott zeigte mir, was er mit meinem Leben vorhatte und gemeinsam mit den Mitschülern durfte ich viel mit und durch den Dreieinigen Gott erleben und erfahren. Es war in Kanada wo ich realisierte, dass der König der Könige mit jedem von uns eine persönliche und intime Beziehung sucht.
Zurück in der Schweiz habe ich bei einigen theologische Schulen geschnuppert und mich schlussendlich für eine Ausbildung am IGW entschieden. Über das Internet habe ich mich dann um die Stelle hier im Schärme beworben und Gott öffnete die Tür.
In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und man findet mich auch häufig vor dem Computer. Eine meiner grössten Leidenschaften ist das Snowboarden und so ziemlich alles andere was man in den Bergen machen kann.
Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten Jahren auf mich zukommen wird und was Gott uns erreichen lässt. Ich freue mich auch Sie persönlich kennen lernen zu können.“
